Interview in der NN

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Gereifter Metalsound mit viel Tiefgang in den Texten
Unter diesem Motto ist mal wieder ein Interview in den Nordbayrischen Nachrichten erschienen.
«Wir machen wie in unserer Anfangszeit Metal im weitesten Sinne», sagt Lead-Gitarrist Michael Rudolf. Ansonsten hat sich die Band in den acht Jahren ihres Bestehens sehr weiter entwickelt. «Wir sind einfach sehr viel professioneller geworden, im musikalischen wie im organisatorischen Bereich», erklärt Rudolf.
Über die Jahre versuchten die Musiker, die Zuhörer mehr einzubeziehen, weniger komplexe Melodien zu bieten. Gleichzeitig verbesserten sie ihre technischen Fähigkeiten. «Wir können heute Sachen auf unseren Instrumenten spielen, an denen wir früher schlicht gescheitert wären. Gleichzeitig wissen wir, dass man sich nicht in technischen Details verrennen darf, sonst kommt die Musik nicht bei den Zuhörern an», findet Rudolf.
Dieser Reifeprozess spiegelt sich im Sound von Code Red wider. Der brachiale Einschlag früherer Jahre ist einem immer noch harten, aber wesentlich dunklerem, melodiöserem Klang gewichen. «Die Stimmung der Gitarren ist etwa vier Stufen nach unten gegangen», beschreibt es Michael Rudolf. «Das hat sich mit den musikalischen Vorlieben der Bandmitglieder ergeben.»
Außerdem haben die Texte mittlerweile größere Bedeutung für die Band als früher. «Zuerst haben wir nach Worten gesucht, die sich zur Musik singen lassen. Heute singen wir in den Liedern Dinge, die uns wirklich beschäftigen», sagt Michael Rudolf. Er schreibt zusammen mit Sänger Markus Giestl und Rhythmus-Gitarrist Jürgen Hahn die Lieder der Band.
Ein neues Album planen die Bandmitglieder in nächster Zeit allerdings nicht. «Das ist mittlerweile eine Frage der Zeit und der Finanzen», erklärt Rudolf. In die letzte CD «The Art of Trinity» investierten die Musiker insgesamt ein Jahr Arbeit für Organisation und Songwriting. Diese Zeit können sich die Bandmitglieder kaum nehmen. «Wir sind ja mittlerweile alle über oder fast 30 Jahre alt. Da gibt es andere Interessen und Verpflichtungen neben der Musik», meint der Gitarrist.
Ans Aufhören denkt das Quintett aber noch lange nicht. «Wir haben mit der Musik viele tolle Erfahrungen gemacht, finden alle unsere Alben immer noch klasse und haben Spaß auf der Bühne. So lange das so bleibt, machen wir weiter», sagt Rudolf. Ein Auftritt vor 3500 Menschen im «Zenit» in München, der Sieg bei «Rock in Oberfranken» und eine Tournee durch Süddeutschland sind für ihn die Highlights der Bandgeschichte.
Interview NN vom 17.10.2009
