Ausführliche Reviews
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"Mein lieber Mann, von dieser Veröffentlichung kann sich so manches Label eine Scheibe abschneiden! Die fünf Oberfranken von code_red bieten uns auf ihrem zweiten Demo ein cooles Cover, ein aufwändig gestaltetes Booklet und sogar Zusatzmaterial in Form von Videoclips (Band im Studio, Band auf der Bühne, Band kauft Bier). Rein musikalisch fahren die Jungs ein modernes Trash Brett auf, wobei Sänger Markus Giestl auch dem Hardcore nicht abgeneigt scheint. Zumindest schimmert in den insgesamt 11 Songs (Spielzeit: über 46 Minuten) immer mal was davon durch. Die Gitarrenfraktion hingegen verleibt sich offenbar mit Vorliebe Megadeth, Metallica und Pantera ein, was zu einer interessanten Mischung führt, die natürlich noch Schliff bedarf, aber einiges an Potenzial erkennen lässt. THE COLOURFUL RED ist zwar mit 12,99 Euro nicht ganz billig, aber der Preis ist fraglos gerechtfertigt, denn professioneller kann eine selbst gemachte CD weder klingen noch aussehen." (Metal Hammer 9/05)
Anmerkung: Seit geraumer Zeit beträgt der VK-Preis für unsere CD 9,99 Euro. Leider war die Seite "Merchandise" nicht aktualisiert worden, so dass der Hammer Redakteur den falschen Preis recherchiert hatte.
"Das, was letztendlich in der Musikszene das Weizen vom Spreu trennt, ist nicht etwa ein Plattenvertrag, sondern die ureigene Motivation der Musiker, ihre Musik auch ernst zu nehmen.
So klingt Undergroundband nicht gleich Undergroundband, und man darf sich zwischendurch auch überraschen lassen, wenn man von einer als "untergrundbehaftet" gebrandmarkten Band richtig eins um die Ohren kriegt. - So der Fall bei CODE RED und ihrer Scheibe "The Colourful Red".
Die Oberfrankener präsentieren hier ohne hörbare Mühe ein Stück Thrash, das die aktuellen Größen des Genres in ihrer Anfangszeit niemals geschafft hätten.
So gerät "The Colourful Red" als ein stark an ANTHRAX erinnerndes, kraftvoll und variationsreich durchgezogenes Album, das durchaus mitzureißen weiß. So sind zum Beispiel 'Dark Sun' und 'So What ...?' richtige Killer, die für nicht zu verachtende Nackenreize sorgen können. Das ganze Album ist eine gekonnte Mischung aus langsameren Parts, in denen jedes der fünf Bandmitglieder seine Stärken ausspielen kann, und aus schnelleren Passagen, in denen einfach nur die Lust am Bolzen ausgelotet wird.
Cooles Stück, besonders für ein Erstlingswerk wirklich beeindruckend. Interessenten können die Platte über die Homepage der Band ordern!
Anspieltipps: Shades Of Red, So What ...?, Into The Pit"
(Powermetal.de)
Die oberfränkischen code_red legen mit "The Colourful Red" auch ihren zweiten Longplayer in Eigenregie vor. Erneut gibt es elf Tracks lang wuchtige Trash'n'Heavy-Grooves und nichts anderes. Das Quintett hat seine musikalische Anlage ein Stück weit geöffnet und klingt vom Sound her etwas moderner, doch ist die tradtitionelle Schlagseite des Materials nach wie vor überdeutlich. Am treffendsten lassen sich code_red als eine Mischung aus Konkhra und Grope beschreiben. Einerseits spielt der Fünfer harte Trash-Riffs, doch weitaus umfangreicher massive Groove-Passagen, die "The Colourful Red" letzlich seinen überaus relaxten Charakter verleihen. "Intercooler" der einstigen Tue-Madsen Band Grope ging noch einen Schritt weiter, aber die gleiche Richtung ist es allemal.
Die Gelassenheit korrespondiert mit dem gemäßigten Tempo der Stücke, die sich zumeist im stampfenden Midtempo bewegen, selten wirklich schnell oder aggressiv werden. "The Colourful Red" scheint durchweg auf Eingängigkeit und Identifikation hin geschrieben, denn Melodien und Harmonien erklingen im Überfluss, und die charismatischen Vocals werden stets gesungen, catchige Refrains inbegriffen. Für Abwechslung sorgen vor allem Gitarren-Soli und im betgrenzten Rahmen auch Tempo-Variationen. Allerdings sind die kompakten Heavy-Grooves der PlAtte derart dominant, dass code_red im Songwriting keinen Gegenpol setzen können. Selbst der Tritt aufs Gaspedalm, der nach der Hälfte der Songs bisweilen einschätzt, relativiert meine Einschätzung nicht, auch wenn etwa "dark sun" schon ein schöner Smasher geworden ist. Über die 50 Minuten Spielzeit hinweg wirkt das Zweitwerk der Oberfranken recht gleichförmig angelegt, aber intensive Power kann es dank guter Produktion entfalten. "The Colourful Red" ist eine schön massive Heavy-Platte groovigen Trashs, doch müssen "code_red" in Zukunft sowohl deutlichere Kontraste als auch mehr Eigenständigkeit an den Tag legen, um im harten Wettbewerb ähnlich positionierter Bands bestehen zu können. (Legacy Magazin 04/2005)
2001 konnten sich die Pegnitzer Code Red mit ihrem selbst produzierten Debutalbum 'Nightmare' bereits eine stattliche Fangemeinde im oberfränkischen Raum erspielen. Anno 2005 nehmen die fünf Nachwuchstalente die Dinge immer noch selbst in die Hand. Das Line-Up blieb konstant und doch hat sich in den vergangenen drei Jahren so manches geändert.
Schon die Aufmachung ihres Zweitwerkes "The colourful red" verrät, dass die Oberfranken eine neue Qualitätsebene erreicht haben. Coverartwork und Bookletgestaltung knüpfen mühelos an professionelle Standarts an. Während das Konzept zum 10-seitigen Booklet von den Musikern selbst erstellt wurde, stammen die komikhaften Illustrationen, die auf die jeweiligen Songtitel abgestimmt sind, von einer talentierten Zeichnerin namens Carina Burkel. Doch nicht nur die Verpackung dieser Eigenproduktion weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Die 11 Songs inkl. Akustikstück präsentieren sich in einwandfreiem Soundgewand und verraten eine aufwändige Produktion.
Da sich wohl die wenigsten unter Euch noch an das Review aus 2001 erinnern werden, sei an dieser Stelle die Diskussion über den Musikstil dieser Truppe noch einmal aufgegriffen. Soviel vorab: in eine vorgefertigte Schublade passen Code Red mit Sicherheit nicht. Stilelemente aus Crossover, Hard-Core und Thrash Metal der Marke Pantera oder S.O.D erscheinen in symbiotischer Allianz. Tadellose Gitarrensoli (Tell me, Demons inside) schlagen Brücken zu traditionellem Heavy Metal. Aussetzer gibt es während der 46 Minuten Spielzeit nicht. Einige Stücke, wie 'Demons inside' oder der Opener 'One second silence' mit Ohrwurmcharakter sind ohne weiteres clubtauglich. Über der gelungenen Instrumentierung schwebt Markus Giestls kraftvolles und zugleich variables Organ, das der Band ein hohes Maß an Individualität verleiht.
'The colourful red' selbst zu produzieren war mit Sicherheit nicht ganz billig, aber die Mühen haben sich gelohnt! Zielstrebigkeit, Engagement und Talent spiegeln sich in diesem Release, das im undurchdringlichen Dschungel der Eigenproduktionen jetzt schon neue Maßstäbe gesetzt hat." (SubKULTur.com)
The Colourful Red ist die inzwischen zweite Veröffentlichung dieser jungen Band aus Oberfranken.
Die Mucke ist ziemlich gut, sehr abwechslungsreich wie ich finde, langsamer Thrash Metal, viele Harmonien und sehr groovig und geht auch gut ins Ohr. Gleich der Opener "One Second Silence" zeigt all diese Vorzüge, ebenso wie das mit Akustikgitarren beginnende "Tomorrow" oder das an Prong erinnerne "Dark Sun". Zwar gibt es mit "The Edge" oder "So What...?" auch schwächere Nummern, aber die positiven Anteile überwiegen doch deutlich. Vielleicht kennt ja der ein oder andere die Band Whiplash, bei der Tony Scaglione (Ex-Slayer, M.O.D.) und Tony Portaro (Ex-Pro-Pain) mitzocken bzw. mitgezockt haben. Genau an die Band erinnern mich Code Red das ein oder andere Mal und genau diese Mucke machen sie, langsamen und melodischen Thrash Metal, wobei sie auch einige moderne Elemente in ihren Sound integrieren.
Dann wäre da noch aber noch dieser Sänger. Hier hört sich einiges nicht immer sehr sattelfest an, was die Nackenhaare manchmal kräuseln lässt. In diesem Bereich besteht definitiv noch Verbesserungsbedarf. Andererseits gibt's hier auch wieder coole Melodiebögen, die richtig gut im Ohr hängen bleiben und die man auch gern mitsingt.
Wie hat es ein Kumpel so schön ausgedrückt: die Band ist wie ein guter Whiskey, sie muss noch einige Zeit reifen, aber beim nächsten oder übernächsten Album ist sie dann reif zum Abfüllen. Dem ist nichts hinzuzufügen!
(Heavyhardes.de)
Nach „Nightmare“ ist „The Colourful Red“ bereits das zweite Album der jungen oberfränkischen Band CODE_RED. Optisch hat man gleich mal einen ganz neuen Weg eingeschlagen und wartet mit einem sehr ansprechendem Coverartwork und Bookletdesign auf, ist auch mal was anderes. Vor allem für eine Eigenproduktion sehr gelungen, so könnten auch Labelveröffentlichungen aussehen!
Musikalisch hat man seinen Stil etwas verfeinert, die Hardcore-Einflüsse sind zwar weiterhin deutlich vorhanden, wurden in den letzten Jahren aber merklich zurückgeschraubt. Stattdessen bekommt man hier groovenden und eher langsameren Thrash Metal geboten, der ein ums andere mal den den Stil von Pantera oder Megadeth erinnert. Dabei pendelt man ständig zwischen Tradition und Moderne, was doch eine gute Mischung ist.
Wie gleich der Opener „One Second Silence“ klar macht, würzen Code_Red ihren Thrash Metal mit vielen Melodien und Harmonien und erschaffen damit größtenteils direkte und eingängige Stücke. Den ersten Höhepunkt des Albums stellt „Tomorrow“, das zwischen ruhigen Akutsikgitarrenstellen und melodischen Strophen mit klasse Refrain pendelt. Das gerade mal zweieinhalbminütige „Dark Sun“ ist so ein typischer Kandidat für denregelmäßigen Auftritt im Liveprogramm, ein absolut headbangtauglicher Riff und dazu noch ein mitsingtauglicher Refrain, toll! Mit „Shades Of Red“ bekommt man hier sogar noch ein schönes Akustikgitarrenstück, das komplett ohne Gesang auskommt.Hätte ich von der Band ehrlich gesagt nicht erwartet, bin positiv überrascht!
Der ein oder andere weniger überzeugende Track findet sich hierauf trotzdem noch, „The Edge“ etwa klingt ziemlich austauschbar. Jetzt müssen sich die Jungs nur noch etwas mehr Eigenständigkeit zulegen, seit „Nightmare“ ist da ja schon ein gutes Stück dazugekommen, aber manche Parallelen sind halt doch noch arg auffällig. So etwa der Grundriff von „Tell Me“, der doch ganz stark vom Megadeth-Klassiker „Symphony of Destruction“ ausleiht. Einer meiner Kritikpunkte am Debüt war auch der Gesang, und hier hat man sich auch merklich gebessert. Markus ist nun variabler mit seiner Stimme, singt mehr und melodischer und hat das eintönige Hardcore-Geschreie erfreulich reduziert.
Am Sound gibt es hier absolut nichts auszusetzen, man hat eine klare und druckvolle Produktion hingekriegt, die absolut nicht auf eine Eigenproduktion schließen lässt und höchst professionell klingt, Respekt!
Code_Red befinden sich auf dem absolut richtigen Weg. Ein etwas schnelleres Stück zur Auflockerung zwischendurch hätte zwar nicht geschadet, aber mal sehen, was das dritte Album bringt. Ich sehe hier genug Potential für noch mehr Steigerung und bin zuversichtlich, das das auch so kommen wird!
Für lohnende 9,99 Euro kann man sich die CD (sowie den Vorgänger und Shirts) auf www.code-red.info bestellen.
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